HANDGESPONNENES
Aller Anfang ist schwer
… manchmal. Um einen
Faden zu spinnen, braucht man Zeit, Geduld und die Lust, etwas Einzigartiges zu erschaffen. Was braucht’s noch? Langfaserige Rohwolle, ein Spinnrad oder auch zwei …
Wolle
… hat ihren ganz eigenen Kopf. Mal ist sie weich oder kratzig, mal hell, mal dunkel. Aber ihre Verarbeitung macht mir immer wieder Spaß und entspannt mich, egal, wie störrisch der Faden auch ist.
Endspurt
Am Ende des Spinnens kommt das Verzwirnen. Danach geht’s ab ins Wasserbad mit etwas Shampoo. Nach dem Trocknen beginnt dann der richtige Spaß! Was wohl draus werden wird?
Wolle färben
Ich färbe meine Wolle meist mit dem sogenannten Solarverfahren – die Sonne übernimmt dabei die Arbeit. Dazu verwende ich ein großes Glas, etwas Alaun (ein Beizmittel, das die Wolle aufnahmefähig für die Farbe macht) und viele Pflanzenteile wie Blätter und Blüten. Ich schichte die Wolle und die Pflanzenteile abwechselnd in das Glas
und übergieße das Ganze dann mit kochendem Wasser. Danach wird das Glas verschlossen und in die Sonne gestellt.
Jede Pflanze und jede Wolle reagiert unterschiedlich, und genau das macht das Solarverfahren so spannend. Zum Beispiel haben Amaryllisblüten in einem meiner Färbegläser die Wolle teils rosa, teils lila gefärbt – der Effekt war völlig überraschend.
Mit dieser Methode lassen sich zwar nur kleine Mengen färben, und das Ergebnis ist nicht immer reproduzierbar, aber gerade das macht den Charme aus.
Im Frühjahr werde ich ein Video erstellen, um den Färbe-Prozess zu zeigen und es euch hier auf meiner Website zu demonstrieren. Aber natürlich gibt es noch viele weitere Färbemethoden und Anleitungen online.
Vorbereitung für das Solar Experiment „Grün“
Ganz viele Blätter, Aubergine, Tomate, Goldrute, noch nicht gelb geworden und meinen Rest an ungesponnener Merinowolle.
Alle Zutaten in Schichten in das Glas gestopft und dabei darauf geachtet das sich Wolle und Blattwerk hübsch abwechseln und irgendwie alles verteilt ist. Zum Abschluss eine kleine
(Ich nehme ca einen Esslöffel voll) Alaun zum beizen hinein und erstmal fertig. Ach so, oben hab ich ein paar Blüten von der Ringelblume getan, ich fand es sieht schöner als Abschluss aus.
Dann den Deckel verschließen und einmal gut schütteln damit die Luft sich noch etwas nach oben setzen kann.
Und nun heißt es warten und geduldig sein….
Und hoffen das das angesagte Hochdruckgebiet und die Hitze auch wirklich kommen und das Wasser erwärmen und die Pigmente der Pflanzen freisetzen und die Wolle sich färbt….
So sieht das „gelbe“ Experiment nach nunmehr 4 Wochen aus. Ich habe obenauf noch ein paar Blüten von der schwarzen Stockrose gepackt und hoffe auf ein paar tolle Akzente.
In 2 Wochen werde ich das Glas öffnen und nachsehen…. Ich bin gespannt!
Ich hatte schon vor Wochen ein Glas mit allerlei roten Blüten und Blüten der schwarzen Stockrose angesetzt. Obenauf habe ich noch grüne Blütenstände der Goldrute gestopft….
Es geht los….das Glas habe ich geöffnet, es riecht nicht besonders toll, und nun werden die Pflanzenreste von der Wolle getrennt…. Ich empfehle immer Gummihandschuhe, der unangenehme Geruch hält sich hartnäckig…
Die „Restblüten“ sehen sogar noch schön farbig aus und die Wolle scheint noch etwas grau und diffus zu sein….
Bei dieser Art der Färbung kann man kaum wirklich knallige Farben erzielen, aber ich finde, die Wolle leuchtet von innen heraus….
Die Wolle ist ausgiebig mit dem Gartenschlauch gebadet und gewässert worden, einige Pflanzenreste hab ich noch mit der Hand ausgelesen und die Wolle dann erstmal zum abtropfen über die Lehne des Gartenstuhles gehangen…
Das wunderschöne „Unkraut“ passt perfekt dazu….
Die Nacht hat die Wolle auf der Lehne des Gartenstuhles verbracht und durfte heut morgen dann auf die Wäscheleine umziehen und trocken werden….
Es entstehen immer wieder spannende Farbeffekte, die, so hoffe ich jetzt einfach mal, bestehen bleiben….
…etwas mit der Kamera vom Handy gespielt…
Mit den Blättern der Birke könnte man im nächsten Jahr auch wieder färben…..
Meine Spinnräder
Ashford Traveller
Ein kompaktes und vielseitiges Spinnrad, das sich großer Beliebtheit erfreut. Es wurde speziell unter dem Aspekt Mobilität und Flexibilität entwickelt und ist somit ideal für alle, die ein leicht transportierbares, aber dennoch vollwertiges Spinnrad suchen.
Kromsky Spinnrad
Mit seinem geringen Gewicht und durchdachten Design ist das Kromsky Reisespinnrad eine hervorragende Wahl für alle, die auch unterwegs oder auf kleinem Raum nicht auf ihr Hobby verzichten möchten.
Max Kehrwieder Spinnrad
ist ein handgefertigtes, hochwertiges Spinnrad, das für seine präzise Verarbeitung und langlebige Bauweise bekannt ist. Es verbindet traditionelle Handwerkskunst mit moderner Technik und eignet sich sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Spinner.
Hitchhiker Spinnrad
ist ein kompaktes und tragbares Spinnrad. Trotz seiner geringen Größe bietet das Hitchhiker Spinnrad eine zuverlässige Handhabung und ermöglicht das Spinnen verschiedener Garnarten. Es vereint Mobilität und Funktionalität.